
08.09.2026
Security Validation prüft IT-Sicherheit kontinuierlich und zeigt reale Angriffspfade. Erfahren Sie, wie Pentera Risiken priorisiert und manuelle Pentests ergänzt.
Security Validation prüft kontinuierlich, welche Schwachstellen in einer IT-Umgebung tatsächlich ausgenutzt werden können und welche Angriffspfade daraus entstehen. Damit erhalten Unternehmen ein aktuelleres Bild ihrer Sicherheitslage als durch einzelne Scans oder eine jährliche Prüfung.
Ein klassischer Penetrationstest bleibt weiterhin wichtig. Zwischen zwei Prüfungen verändern sich jedoch Systeme, Konfigurationen und Bedrohungen. Automatisierte Sicherheitsvalidierung schließt diese zeitliche Lücke und hilft dabei, Risiken nach ihrer tatsächlichen Ausnutzbarkeit zu priorisieren.
Timur Yilmaz, Service Owner Security Validation bei accompio, erklärt im Experteninterview, wie die Pentera-Plattform kontrollierte Angriffstechniken einsetzt, warum der laufende Betrieb dabei unberührt bleibt und wie Unternehmen aus den Ergebnissen konkrete Maßnahmen ableiten.
Im Video zeigt Timur Yilmaz, wie sich automatisierte Prüfungen in bestehende Sicherheitsprozesse integrieren lassen und weshalb Transparenz über die eigene IT-Umgebung der erste Schritt ist.
Wie lassen sich IT-Systeme kontinuierlich aus der Angreiferperspektive prüfen? Welche Ergebnisse liefert Pentera? Und warum werden manuelle Penetrationstests weiterhin benötigt? Timur Yilmaz beantwortet diese Fragen im vollständigen Video.
Security Validation bezeichnet die kontinuierliche und automatisierte Überprüfung der IT-Sicherheit. Dabei wird untersucht, ob vorhandene Schwachstellen tatsächlich ausnutzbar sind, welche Systeme erreichbar werden und wie sich einzelne Lücken zu einem Angriffspfad verbinden.
Ein Schwachstellenscan identifiziert bekannte Sicherheitslücken und bewertet sie häufig anhand eines Scores. Security Validation ergänzt diese Information um einen praktischen Nachweis. Unternehmen erkennen dadurch, welche Schwachstellen in ihrer konkreten Umgebung ein reales Risiko darstellen und welche Maßnahmen zuerst umgesetzt werden sollten.
Damit liegt Security Validation an der Schnittstelle zwischen Vulnerability Management, automatisiertem Pentesting und der Validierung bereits eingesetzter Schutzmaßnahmen.
IT-Umgebungen verändern sich laufend. Neue Anwendungen werden eingeführt, Updates eingespielt, Systeme wiederhergestellt und Konfigurationen angepasst. Ein heute erfolgreich abgeschlossener Test sagt daher wenig darüber aus, wie die Sicherheitslage in drei Monaten aussieht.
„Einzelne Scans sind immer nur eine Momentaufnahme.“
Timur Yilmaz, Service Owner Security Validation bei accompio
Regelmäßige automatisierte Tests machen Veränderungen zwischen zwei Prüfzeitpunkten sichtbar. So lässt sich nachvollziehen, ob neue Risiken entstanden sind, ob Schutzmaßnahmen greifen und ob behobene Schwachstellen erneut auftreten. Das unterstützt auch ein kontinuierliches Schwachstellenmanagement.
Die Pentera-Plattform wird in der IT-Umgebung bereitgestellt und prüft definierte Systeme, Netzsegmente und Szenarien. Sie setzt kontrollierte Angriffstechniken ein, um Schwachstellen und mögliche Wege durch das Netzwerk zu überprüfen. Der Umfang und die Häufigkeit der Tests werden zuvor festgelegt.
Eine kleine Schwachstelle wirkt für sich betrachtet oft wenig kritisch. In Verbindung mit weiteren Fehlkonfigurationen oder Zugriffsrechten kann sie dennoch einen weitreichenden Angriff ermöglichen. Pentera bildet solche Zusammenhänge als Angriffspfade ab und zeigt, welche Schritte tatsächlich erfolgreich waren.
Nach Aussage von Timur Yilmaz sind die Tests so aufgebaut, dass sie den operativen Betrieb und die Infrastruktur nicht stören. Kontrollmechanismen sorgen dafür, dass die Prüfung keine produktiven Systeme beschädigt. Unternehmen können deshalb wiederkehrende Testzyklen in ihren Sicherheitsalltag integrieren.
Nach einem Testlauf stehen technische Ergebnisse, visualisierte Angriffspfade und Managementauswertungen zur Verfügung. Die Berichte erklären, welche Schwachstellen ausgenutzt wurden, welche Auswirkungen möglich sind und wie sich die Risiken beheben lassen. Das erleichtert die Priorisierung von Schwachstellen und schafft eine gemeinsame Entscheidungsgrundlage für IT und Management.
Automatisierte Security Validation ersetzt den manuellen Penetrationstest nicht. Beide Verfahren erfüllen unterschiedliche Aufgaben und ergänzen sich. Automatisierte Tests liefern häufige, vergleichbare Ergebnisse und machen Veränderungen schnell sichtbar. Ein manueller Pentest bringt die Kreativität und Erfahrung spezialisierter Sicherheitsexperten ein und kann individuelle Szenarien tiefer untersuchen.
Timur Yilmaz vergleicht das Zusammenspiel mit der Zahnpflege: Die kontinuierliche Validierung entspricht dem täglichen Zähneputzen, der manuelle Pentest dem regelmäßigen Zahnarztbesuch. Für einen umfassenden Blick auf die Sicherheitslage werden beide benötigt. Weitere typische Angriffsszenarien beschreibt der Beitrag zur Offensive Security im Unternehmen.
Die Plattform lässt sich auch mit einem kleineren Security-Team betreiben. Ein Managed Service kann zusätzlich bei Einrichtung, Testplanung, Automatisierung und Auswertung unterstützen. Gemeinsam werden passende Systeme und Szenarien ausgewählt. Anschließend laufen die Prüfungen in festgelegten Zyklen.
Fachleute helfen dabei, die Ergebnisse einzuordnen, Maßnahmen zu priorisieren und Testabläufe weiterzuentwickeln. Ein Proof of Value kann vorab zeigen, wie die Plattform in der eigenen Umgebung arbeitet. Dafür wird ein begrenzter Bereich mit ausgewählten Endpoints geprüft und gemeinsam ausgewertet.

Sie möchten reale Angriffspfade erkennen und Sicherheitsmaßnahmen kontinuierlich überprüfen? accompio begleitet Sie von der Auswahl geeigneter Testszenarien über die Einrichtung der Pentera-Plattform bis zur Auswertung und Priorisierung der Ergebnisse.
Vor der Automatisierung steht die Bestandsaufnahme. Unternehmen sollten wissen, welche Systeme vorhanden sind, welche Bereiche besonders kritisch sind und welche Prüfungen bereits stattfinden. Diese Übersicht bildet die Grundlage für sinnvolle Testziele und einen passenden Rhythmus.
Auf dieser Basis lässt sich festlegen, welche Netzsegmente zuerst geprüft werden und welche Ergebnisse für IT-Verantwortliche sowie Management benötigt werden. Kleine, klar definierte Testbereiche erleichtern den Einstieg und schaffen Vertrauen in den Ablauf.

Timur Yilmaz ist Service Owner Security Validation bei accompio. Er begleitet Unternehmen bei kontinuierlichen Sicherheitsüberprüfungen und unterstützt sie dabei, aus technischen Ergebnissen konkrete Maßnahmen abzuleiten.
Ein Schwachstellenscan listet bekannte Sicherheitslücken auf. Ein manueller Penetrationstest untersucht ein festgelegtes Ziel mit der Erfahrung und Kreativität eines Sicherheitsteams. Security Validation führt wiederkehrende automatisierte Prüfungen durch und zeigt, welche Schwachstellen in der jeweiligen Umgebung ausnutzbar sind und welche Angriffspfade entstehen.
Die Häufigkeit richtet sich nach Risikolage, Änderungsrate und Kritikalität der Systeme. Automatisierte Tests können täglich, wöchentlich oder in individuell festgelegten Zyklen laufen. Wichtig ist, Veränderungen zwischen zwei Prüfungen zeitnah zu erkennen.
Die Tests werden kontrolliert und mit einem definierten Umfang ausgeführt. Laut Timur Yilmaz ist die Pentera-Plattform darauf ausgelegt, im laufenden Betrieb zu testen, ohne produktive Systeme zu beschädigen oder Arbeitsabläufe zu stören.
Ein großes internes Team ist keine Voraussetzung. Die Plattform bereitet technische Ergebnisse verständlich auf. Bei Bedarf unterstützt ein Managed Service bei Einrichtung, Testplanung, Auswertung und Priorisierung.
Die Plattform dokumentiert ausgenutzte Schwachstellen, erfolgreiche Angriffsschritte und zusammenhängende Angriffspfade. Zusätzlich stehen Managementauswertungen und Hinweise zur Behebung bereit. Dadurch lassen sich Maßnahmen nach dem tatsächlichen Risiko priorisieren.
Ein Proof of Value ermöglicht einen begrenzten Einstieg. Dafür werden ausgewählte Endpoints oder Netzbereiche definiert, geprüft und gemeinsam ausgewertet. Unternehmen sehen so, wie die Plattform in ihrer eigenen Umgebung arbeitet und welchen Mehrwert die Ergebnisse bieten.
