
07.07.2026
Die größten Risiken für Unternehmen entstehen selten durch spektakuläre Hackerangriffe, sondern durch alltägliche Schwachstellen, die Angreifer gezielt miteinander kombinieren.
Cyberangriffe beginnen selten so spektakulär, wie viele Unternehmen vermuten. Während häufig über hochkomplexe Hackerangriffe oder Zero-Day-Exploits diskutiert wird, zeigt die Praxis ein anderes Bild: Angreifer nutzen meist bekannte Schwachstellen, unzureichend geschützte Zugänge oder menschliche Fehler, um sich Zugang zu Unternehmensnetzwerken zu verschaffen.
Genau diese Realität erlebt Fabian Mosch, Head of Offensive Services bei r-tec als Teil der accompio Unternehmensgruppe, täglich in Penetrationstests und Angriffssimulationen. Im Interview gibt er Einblicke in typische Angriffswege, wiederkehrende Schwachstellen und erklärt, warum viele Sicherheitsmaßnahmen zwar sinnvoll, allein aber nicht ausreichend sind.
Cyberangriffe beginnen selten so spektakulär, wie viele Unternehmen vermuten. In Offensive-Security-Projekten zeigt sich immer wieder, dass Phishing-Kampagnen, schwache Passwörter oder fehlende Multifaktor-Authentifizierung häufig den ersten Schritt eines erfolgreichen Angriffs bilden. Gleichzeitig konzentrieren sich viele Unternehmen auf einzelne Risikobereiche und verlieren andere potenzielle Angriffswege aus dem Blick.
Genau diese Realität erlebt Fabian Mosch, Head of Offensive Services bei r-tec als Teil der accompio Unternehmensgruppe, täglich in Penetrationstests und Angriffssimulationen. Im Interview gibt er Einblicke in typische Angriffswege, wiederkehrende Schwachstellen und erklärt, warum viele Sicherheitsmaßnahmen zwar sinnvoll, allein aber nicht ausreichend sind.
Welche Angriffswege Fabian Mosch in Penetrationstests immer wieder beobachtet, welche Schwachstellen Unternehmen häufig unterschätzen und wie sich Risiken mit Offensive Security gezielt reduzieren lassen, erfahren Sie im vollständigen Video-Interview.
Ein Angreifer sucht selten nach einer einzigen kritischen Schwachstelle. Stattdessen kombiniert er mehrere kleinere Schwächen miteinander.
Ein unsicheres Passwort, eine unzureichend geschützte VPN-Verbindung oder eine unauffällige Fehlkonfiguration reichen oft aus, um sich schrittweise weiter im Unternehmensnetzwerk auszubreiten. Genau diese Verkettung verschiedener Schwachstellen macht viele Angriffe so erfolgreich.
Deshalb reicht es nicht aus, einzelne Systeme regelmäßig zu prüfen. Entscheidend ist die Frage, welche Angriffspfade sich über verschiedene Systeme hinweg ergeben.
Identitäten gehören zu den wichtigsten Schutzgütern moderner IT-Sicherheit.
Ein großer Teil moderner Angriffe zielt heute auf Benutzerkonten und Berechtigungen ab, statt auf einzelne Server. Schwache Passwörter, fehlende Multifaktor-Authentifizierung oder zu weitreichende Berechtigungen ermöglichen es Angreifern häufig, sich innerhalb kurzer Zeit weitreichenden Zugriff auf Unternehmensressourcen zu verschaffen. Gerade Cloud-Dienste, VPN-Zugänge oder Kollaborationsplattformen bieten dabei attraktive Einstiegspunkte.
Viele Unternehmen investieren erhebliche Summen in moderne Sicherheitslösungen und übersehen dabei alltägliche Risiken.
Historisch gewachsene Konfigurationen, Standardberechtigungen, unzureichend gepflegte Systeme oder veraltete Softwareversionen eröffnen Angreifern häufig deutlich einfachere Wege als spektakuläre Sicherheitslücken. Besonders kritisch wird es, wenn mehrere dieser Schwachstellen zusammenwirken.
Klassische Schwachstellenscans liefern wertvolle Hinweise auf technische Risiken. Ein Penetrationstest oder eine realistische Angriffssimulation geht deutlich weiter: Hier wird untersucht, welche Auswirkungen verschiedene Schwachstellen im Zusammenspiel haben und ob sich daraus tatsächlich ein erfolgreicher Angriff entwickeln lässt.
Genau diese Perspektive ermöglicht es Unternehmen, ihre Sicherheitsmaßnahmen nach tatsächlichem Risiko statt nach Einzelbefunden zu priorisieren.
Die drei gängigen Offensive-Security-Ansätze unterscheiden sich deutlich in Umfang und Aussagekraft:
| Ansatz | Was wird geprüft | Ergebnis |
| Schwachstellenscan | Einzelne Systeme auf bekannte technische Schwachstellen | Liste einzelner technischer Befunde |
| Penetrationstest | Ausgewählte Systeme und deren Zusammenspiel | Konkrete, nachgewiesene Angriffspfade |
| Angriffssimulation (Red Teaming) | Gesamte Infrastruktur inklusive Mensch und Prozesse | Realistischer Ablauf eines vollständigen Angriffs |
„In unseren Angriffssimulationen denken und handeln wir wie echte Angreifer. Genau dadurch finden wir die Schwachstellen, die klassische Prüfungen häufig übersehen.“
— Fabian Mosch, Head of Offensive Services bei r-tec (Teil der accompio-Gruppe)
Technologie ist immer nur ein Baustein einer wirksamen Sicherheitsstrategie.
Immer wieder begegnet Fabian Mosch der Annahme, dass der Einsatz eines bestimmten Herstellers oder einer modernen Security-Lösung automatisch zu einem hohen Sicherheitsniveau führt.
In der Praxis hängt die Wirksamkeit wesentlich davon ab, wie Lösungen konfiguriert, integriert und betrieben werden. Auch moderne Endpoint-Detection- oder Antivirus-Lösungen lassen sich umgehen, wenn grundlegende Sicherheitsmaßnahmen fehlen oder Angriffswege nicht ganzheitlich betrachtet werden.
Cloud-Plattformen, Remote Work und der zunehmende Einsatz künstlicher Intelligenz verändern die Angriffsmöglichkeiten kontinuierlich.
Während Unternehmen ihre Infrastruktur modernisieren, entstehen gleichzeitig neue Angriffsflächen. Hinzu kommt, dass Angreifer KI zunehmend nutzen, um Schwachstellen schneller zu identifizieren oder Angriffe effizienter vorzubereiten. Umso wichtiger wird es, Sicherheitsmaßnahmen regelmäßig an die tatsächliche Bedrohungslage anzupassen.

accompio unterstützt Unternehmen dabei, Ihre Sicherheitsstrukturen zu analysieren und zu bewerten. Wir erkennen Schwachstellen, bevor Sie genutzt werden.
Sicherheitslücken entstehen selten durch einzelne spektakuläre Fehler. Entscheidend ist vielmehr die Kombination aus technischen Schwachstellen, organisatorischen Versäumnissen und menschlichen Faktoren.
Unternehmen, die ihre Sicherheitsstrategie konsequent an realistischen Angriffswegen ausrichten und diese regelmäßig überprüfen, schaffen die Grundlage für eine wirksame Cyber Security. Offensive Security liefert diese Erkenntnisse präventiv, bereits vor einem möglichen Sicherheitsvorfall.

Fabian Mosch ist Security-Experte bei r-tec (Teil der accompio Gruppe) und kennt Verhaltensweisen von Hackern sowie die Sicherheitslücken, die sie nutzen, genau.
Die häufigsten Einstiegspunkte sind Phishing, schwache oder wiederverwendete Passwörter, fehlende Multifaktor-Authentifizierung sowie öffentlich erreichbare Systeme mit bekannten Schwachstellen. In vielen Fällen kombinieren Angreifer mehrere dieser Faktoren, anstatt nur eine einzelne Sicherheitslücke auszunutzen.
Nach dem Initial Access versuchen Angreifer in der Regel, ihre Berechtigungen zu erweitern, weitere Systeme zu kompromittieren und sensible Daten oder Administratorkonten zu erreichen. Ziel ist es, sich möglichst unbemerkt innerhalb der Infrastruktur auszubreiten.
Schwachstellenscanner erkennen bekannte technische Schwachstellen. Sie zeigen jedoch meist nicht, wie sich mehrere kleine Schwachstellen miteinander kombinieren lassen. Genau diese Angriffspfade werden in Penetrationstests oder realistischen Angriffssimulationen untersucht.
Identitäten gehören heute zu den wichtigsten Angriffszielen. Schwache Passwörter oder fehlende Multifaktor-Authentifizierung ermöglichen Angreifern häufig einen direkten Einstieg in Unternehmensnetzwerke oder Cloud-Dienste. Ein wirksames Identitätsmanagement zählt deshalb zu den wichtigsten Schutzmaßnahmen.
Penetrationstests simulieren das Vorgehen realer Angreifer. Sie zeigen nicht nur einzelne Schwachstellen, sondern machen sichtbar, welche Angriffswege tatsächlich erfolgreich wären und welche Auswirkungen diese auf das Unternehmen hätten.
Ein automatisierter Penetrationstest simuliert das Vorgehen eines echten Angreifers auf ausgewählte Systeme und deren Zusammenspiel. Statt einzelne Schwachstellen isoliert zu betrachten, prüft der Test, ob sich mehrere kleinere Schwächen zu einem tatsächlichen Angriffspfad kombinieren lassen. Bei manuellen Pentests agieren IT-Sicherheitsexperten und bringen ihre Erfahrung aus IT-Projekten ein, um verschiedene Angriffswege zu testen. Unternehmen erhalten dadurch eine risikobasierte Grundlage für die Priorisierung ihrer Sicherheitsmaßnahmen.
Häufig unterschätzt werden historisch gewachsene Berechtigungen, Standardkonfigurationen, unzureichend gepflegte Systeme und veraltete Softwareversionen. Diese alltäglichen Fehlkonfigurationen eröffnen Angreifern in der Praxis oft einfachere Wege als komplexe, spektakuläre Sicherheitslücken, besonders wenn mehrere davon zusammenwirken.
Besonders wirksam sind ein konsequentes Patch-Management, starke Authentifizierung mit Multifaktor-Authentifizierung, regelmäßige Sicherheitsüberprüfungen, ein durchdachtes Rollen- und Berechtigungskonzept sowie die Sensibilisierung der Mitarbeitenden gegenüber Phishing und Social Engineering.
Am zuverlässigsten gelingt dies durch Offensive-Security-Ansätze wie Penetrationstests oder Red Teaming. Dabei werden reale Angriffsszenarien simuliert, um Schwachstellen, Fehlkonfigurationen und mögliche Angriffspfade frühzeitig zu identifizieren und gezielt zu schließen.

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