
18.09.2026
Mobile Devices sind längst ein fester Bestandteil des Arbeitsalltags. Smartphones und Tablets werden für Kommunikation, Anwendungen, Zugriff auf Unternehmensdaten und immer häufiger auch für spezialisierte Prozesse eingesetzt. Entsprechend wichtig ist es für Unternehmen, ihre mobilen Endgeräte sicher, effizient und möglichst automatisiert zu verwalten.
Mit einem Mobile Device Management (MDM) lassen sich bereits zahlreiche Anforderungen abbilden. Doch gerade bei Samsung-Geräten stoßen Standardfunktionen teilweise an Grenzen. Genau hier setzt Samsung Knox an: Die Plattform erweitert bestehende MDM-Lösungen um zusätzliche Funktionen für Bereitstellung, Verwaltung, Firmware-Steuerung und Gerätekonfiguration.
Silas Weißmann arbeitet seit rund anderthalb Jahren intensiv mit Samsung Knox und erlebt in Kundenprojekten, wo die Plattform einen konkreten Mehrwert bietet. Im Experteninterview erklärt er, warum Knox für Unternehmen mit Samsung-Geräten interessant ist, welche Funktionen besonders relevant sind und warum es nicht darum geht, gleich die gesamte Knox-Suite einzusetzen.
Im vollständigen Experteninterview spricht Silas Weißmann, IT-Systemberater bei accompio, über seine Erfahrungen mit Samsung Knox, konkrete Kundenprojekte und die Zukunft des Mobile Device Managements.
Samsung Knox ist eine Sicherheits- und Managementplattform von Samsung, die zusätzliche Funktionen für die Verwaltung von Samsung-Geräten bereitstellt.
Dabei handelt es sich nicht um ein einzelnes Produkt, sondern um einen Baukasten verschiedener Lösungen. Dazu gehören unter anderem Knox Mobile Enrollment, Knox Manage, Knox E-FOTA und das Knox Service Plugin.
Die einzelnen Komponenten können dabei unabhängig voneinander eingesetzt werden. Unternehmen müssen also nicht zwangsläufig die gesamte Suite verwenden, sondern können genau die Funktionen auswählen, die zu ihrem individuellen Einsatzszenario passen.
Bei einer manuellen Registrierung benötigt die Person am Gerät häufig einen QR-Code oder weitere Einrichtungsschritte. Das wird aufwendig, wenn neue Smartphones direkt vom Distributor an Mitarbeitende verschickt werden.
Mit Knox Mobile Enrollment können geeignete Geräte vorab einem Enrollment-Profil zugeordnet werden. Beim ersten Einschalten führt der Einrichtungsprozess in das vorgesehene MDM. Dieser Out-of-Box-Ablauf reduziert manuelle Schritte und unterstützt ein Zero-Touch-Deployment, besonders bei größeren Gerätebeständen und verteilten Teams.
Silas empfiehlt Knox Mobile Enrollment im Interview als sinnvollen Einstieg für Unternehmen, die Samsung-Geräte einsetzen. Weitere Knox-Dienste können bereits im Enrollment-Prozess mitgedacht werden.
Ein weiterer wichtiger Baustein ist Knox E-FOTA. Damit können Unternehmen Firmware-Updates auf Samsung-Geräten zentral und aus der Ferne steuern.
Das ist insbesondere deshalb relevant, weil die Möglichkeiten zur Steuerung von Firmware-Updates bei Android-Geräten über ein klassisches MDM teilweise begrenzt sind. Unternehmen können zwar entsprechende Hinweise und Vorgaben an Mitarbeitende ausspielen, haben aber nicht immer die gleiche Kontrolle über die tatsächliche Installation.
Mit E-FOTA können Updates gezielter gesteuert und beispielsweise auf definierte Zeitpunkte oder Gerätegruppen abgestimmt werden.
Damit wird Firmware-Management von einer Aufgabe, die teilweise beim einzelnen Mitarbeitenden liegt, zu einem stärker zentral gesteuerten Bestandteil der Geräteverwaltung.
In einem Kundenprojekt sollten firmeneigene Samsung-Geräte ausschließlich geschäftlich genutzt werden. Eine Anmeldung mit einem privaten Samsung-Konto war unerwünscht, da darüber unter anderem automatische Backups außerhalb der vorgesehenen Unternehmensprozesse aktiviert werden konnten.
Die benötigte Einstellung ließ sich im eingesetzten Microsoft Intune nicht direkt abbilden. Über das Knox Service Plugin konnte das Team die zusätzliche Richtlinie in die vorhandene Geräteverwaltung integrieren und die Anmeldung mit einem Samsung-Konto sperren. Das Beispiel zeigt, wie Knox eine konkrete Funktionslücke schließen kann, ohne das etablierte MDM zu ersetzen.
Knox Asset Intelligence sammelt Betriebsdaten zu Samsung-Geräten und bereitet sie für die IT auf. Im Interview nennt Silas konkrete Fragen, die sich damit untersuchen lassen: Reicht die WLAN-Abdeckung im Gebäude aus? Gibt es Probleme mit dem Mobilfunkempfang? Wie entwickelt sich die Akkuleistung einzelner Geräte?
Solche Daten helfen dabei, wiederkehrende Störungen zu erkennen und den Gerätelebenszyklus besser zu planen. Die Analyse ergänzt die Richtlinienverwaltung um einen operativen Blick auf Nutzung und Zustand der mobilen Flotte.
Mit der zunehmenden Verbreitung von KI auf mobilen Endgeräten gewinnt auch die Steuerung entsprechender Funktionen an Bedeutung.
Samsung bietet beispielsweise verschiedene Galaxy-AI-Funktionen direkt auf seinen Smartphones an. Über das Knox Service Plugin können Unternehmen bestimmte Einstellungen dazu zentral steuern.
Eine relevante Frage lautet dabei: Sollen KI-Funktionen lokal auf dem Gerät verarbeitet werden oder darf die Cloud einbezogen werden?
Unternehmen, die beispielsweise aus Datenschutz- oder Sicherheitsgründen eine möglichst lokale Verarbeitung bevorzugen, können entsprechende Einstellungen zentral vorgeben.
Damit wird Knox auch für ein Thema relevant, das über die klassische Geräteverwaltung hinausgeht: die kontrollierte Nutzung von KI auf Unternehmensgeräten.
Samsung Knox kann nur als komplette Suite lizensiert werden. Die Kosten hängen von der Dauer der Lizensierung, den eingesetzten Gerätetypen (Enterprise Edition Geräte oder Consumer Geräte) und der Anzahl der Geräte ab. Für eine belastbare Kalkulation wenden Sie sich an unsere Experten und lassen Sie sich ein individuelles Angebot erstellen.
Eine universelle Knox-Architektur gibt es laut Silas Weißmann nicht. Die optimale Lösung hängt vom jeweiligen Unternehmen, den eingesetzten Geräten, dem bestehenden Mobile Device Management und den konkreten Anforderungen ab.
Wichtig ist deshalb eine saubere Strategie: Welche Geräte werden eingesetzt? Wie sollen sie bereitgestellt werden? Welche Einstellungen müssen zentral gesteuert werden? Und welche Prozesse sollen automatisiert werden?
Wer diese Fragen beantwortet, kann anschließend gezielt entscheiden, welche Knox-Komponenten tatsächlich benötigt werden.
„Ich muss nicht die ganze Knox-Suite nutzen. Ich kann mir die einzelnen Produkte herausgreifen, die zu meinem Use Case passen.“
— Silas Weißmann, IT-Systemberater bei accompio
Gerade weil die Möglichkeiten umfangreich sind, kann dabei die Unterstützung eines erfahrenen Servicepartners sinnvoll sein. So lässt sich vermeiden, dass die Vielzahl an Funktionen unnötig komplex wird oder Potenzial ungenutzt bleibt.

accompio unterstützt Sie bei der Einführung von Samsung Knox für Ihre Infrastruktur, damit Sie Samsung-Geräte automatisiert ausrollen und Firmware-Updates zentral steuern können.
Die Entwicklung von Samsung Knox geht zunehmend in Richtung stärkerer Automatisierung. Geräte sollen mit weniger manuellem Aufwand in größerem Umfang ausgerollt werden können. Gleichzeitig entstehen neue Anforderungen durch Zero Trust, KI und weitere Gerätekategorien.
Auch bei spezialisierten Unternehmensgeräten entstehen neue Möglichkeiten, etwa bei mobilen Geräten mit integrierten Scaneinheiten für Lager und Logistik. Damit entwickelt sich Knox zu einem umfassenderen Ökosystem für mobile Unternehmensgeräte.
Unternehmen, die Samsung-Geräte einsetzen, sollten zunächst analysieren, welche Anforderungen aktuell mit dem bestehenden MDM abgedeckt werden – und wo Grenzen bestehen.
Besonders interessant sind dabei Fragen wie:
Auf dieser Basis lässt sich entscheiden, welche Knox-Komponenten tatsächlich einen Mehrwert bieten.
„Die ideale Lösung ist die, die auf mich selber zugeschnitten wurde.“
— Silas Weißmann, IT-Systemberater bei accompio
Für Unternehmen, die Samsung-Geräte einsetzen, kann Samsung Knox eine sinnvolle Ergänzung zum bestehenden MDM darstellen.
Besonders interessant sind dabei die automatisierte Bereitstellung mit Knox Mobile Enrollment, die zentrale Firmware-Steuerung über Knox E-FOTA und die zusätzlichen Konfigurationsmöglichkeiten des Knox Service Plugins.
Dabei muss nicht die komplette Suite eingesetzt werden. Entscheidend ist vielmehr, die eigenen Anforderungen zu kennen und die passenden Komponenten gezielt einzusetzen.
Samsung Knox ist deshalb weniger ein Ersatz für bestehendes MDM als eine Möglichkeit, dessen Funktionen auf Samsung-Geräten gezielt zu erweitern.

Silas Weißmann ist IT-Systemberater bei accompio und unterstützt als Experte für Samsung Knox Unternehmen bei der Einführung und der Steuerung zentraler Firmware-Updates für Samsung-Geräte.
Samsung Knox ist eine Plattform von Samsung für Sicherheit und Management von Samsung-Geräten. Sie umfasst verschiedene Komponenten, die Unternehmen unter anderem bei der Gerätebereitstellung, Verwaltung und Firmware-Steuerung unterstützen.
Samsung Knox kann ein bestehendes MDM ergänzen. Unternehmen müssen nicht zwingend das gesamte Knox-Ökosystem oder ein zusätzliches vollständiges MDM einsetzen. Einzelne Komponenten wie das Knox Service Plugin können vorhandene Systeme gezielt um Samsung-spezifische Funktionen erweitern.
Knox Mobile Enrollment ermöglicht die Vorregistrierung von Samsung-Geräten in einem MDM-System. Dadurch können Geräte beispielsweise direkt an Mitarbeitende verschickt und weitgehend automatisiert in die Unternehmensverwaltung eingebunden werden.
Knox E-FOTA ermöglicht die zentrale Steuerung von Firmware-Updates auf Samsung-Geräten. Unternehmen können dadurch Updates gezielter verwalten und den Prozess stärker zentralisieren.
Das Knox Service Plugin ermöglicht die Steuerung zusätzlicher Samsung-spezifischer Geräteeinstellungen über ein vorhandenes MDM-System. Dadurch können Unternehmen beispielsweise Einstellungen konfigurieren, die über die Standardfunktionen des MDM nicht verfügbar sind.
