
26.10.2026
Cloud-Dienste, mobile Arbeitsplätze, höhere Sicherheitsanforderungen und neue regulatorische Vorgaben erweitern die Aufgaben der IT im Mittelstand. Dieser Beitrag stellt drei Betriebsmodelle vor und zeigt im Modell-Check, welches zur eigenen Ausgangslage passt.
Viele Geschäftsführungen und IT-Verantwortliche stehen deshalb vor einer zentralen Frage: Wie viel IT wollen wir selbst betreiben und wo ist die Unterstützung durch einen externen Partner sinnvoll?
Einen Überblick über die Grundlagen von Managed IT Services bietet der Beitrag „Was sind Managed IT Services?“.
Darauf aufbauend ordnet dieser Artikel ein, welches Betriebsmodell zu welcher Ausgangslage passt.
Vier Entwicklungen prägen die Situation vieler Unternehmen:
Fachkräftemangel: In Deutschland fehlen aktuell rund 79.000 IT-Fachkräfte [Bitkom, 2026]. Trotz des Rückgangs gegenüber den Vorjahren bleibt die Besetzung von IT-Stellen für viele Unternehmen schwierig.
Sicherheitslage: Das BSI bewertet die Lage im Lagebericht 2025 als angespannt. Rund 80 Prozent der angezeigten Cyberangriffe, darunter auch Ransomware-Angriffe, richteten sich gegen kleine und mittlere Unternehmen [BSI-Lagebericht, 2025].
Regulatorik: Seit dem 6. Dezember 2025 gilt das NIS2-Umsetzungsgesetz [NIS2UmsuCG]. Es erweitert die Pflichten zu Risikomanagement und Meldewegen und nimmt die Geschäftsführung stärker in die Verantwortung.
Gewachsene Strukturen: Systeme sind über Jahre entstanden, oft ohne zentrale Dokumentation. Routineaufgaben wie Patches, Updates und Tickets binden Kapazitäten, die für Projekte fehlen.
Grundsätzlich gibt es drei Modelle für die Organisation des IT-Betriebs:
In fünf kurzen Fragen geben wir Ihnen eine erste Orientierung, welches Betriebsmodell zu Ihrer Ausgangslage passt.
Die Tabelle zeigt, wie sich die beiden Modelle in der Praxis unterscheiden und was bei der Einführung jeweils wichtig ist.
| Full Managed IT | Co-Managed IT | |
|---|---|---|
| Geeignet für | Unternehmen, die den laufenden IT-Betrieb weitgehend an einen externen Partner übergeben möchten | Unternehmen mit eigenem IT-Team, das Kapazität oder Spezialwissen ergänzen möchte |
| IT-Betrieb | Der Managed Service Provider übernimmt den gesamten Betrieb, von Infrastruktur und Cloud bis zu Arbeitsplätzen und Support | Internes Team und Provider teilen sich die Aufgaben |
| Steuerung | Der Provider übernimmt den operativen Betrieb innerhalb gemeinsam definierter Anforderungen und Service Levels | Die interne IT-Leitung behält die Steuerung |
| Kosten | Ein monatlicher Festpreis für den laufenden Betrieb | Fester Preis pro gewähltem Baustein, die Kosten der internen IT bleiben bestehen |
| IT-Sicherheit | Sicherheitsleistungen sind in den laufenden Betrieb integriert | Gezielte Ergänzung, zum Beispiel durch Security Monitoring oder weitere Security-Services |
| Typischer Vorteil | Weniger interner Aufwand für den laufenden IT-Betrieb | Internes Know-how bleibt erhalten und wird gezielt ergänzt |
accompio setzt die beiden Modelle in zwei Produkten um, die auf derselben Plattform und nach denselben Standards laufen. Ein späterer Wechsel zwischen den Modellen ist deshalb ohne Neuaufbau möglich:
accompio ist nach EN ISO 9001 und ISO/IEC 27001 zertifiziert.
In beiden Modellen begleitet Sie ein fester Technical Service Manager von accompio. Dieser ist Ansprechpartner für technische Fragen und koordiniert bei Bedarf die Zusammenarbeit mit den jeweiligen Fachteams. Durch die regionalen accompio-Standorte ist bei Bedarf auch Service vor Ort möglich.
Ob eigene IT, Co-Managed oder Full Managed: Die richtige Wahl hängt weniger von der Unternehmensgröße ab als davon, welche Aufgaben intern bleiben sollen und wo Kapazität oder Spezialwissen fehlen. Unternehmen ohne eigene IT-Abteilung profitieren meist von Full Managed IT, Unternehmen mit eigenem IT-Team eher von Co-Managed IT.
Der Einstieg kann schrittweise erfolgen. Der Modell-Check in diesem Beitrag gibt eine erste Richtung, das persönliche Gespräch klärt die Details.
Ihre IT funktioniert. Zumindest meistens. Aber was kostet sie wirklich? Wer übernimmt, wenn Ihr IT-Verantwortlicher ausfällt? Und wer kümmert sich neben dem Tagesgeschäft um Cybersecurity, Compliance und NIS-2? Organisiert man die IT im Betrieb selbst oder arbeitet man mit einem externen Partner für den IT Support?
In unserem kostenlosen Webinar „Eigene IT oder externer Partner? Kosten, Pflichten und Sicherheit im Check“ am 17.11.2026 um 11 Uhr rechnen wir nach, hinterfragen klassische IT-Strukturen und zeigen, wann interne IT, wann Managed Services oder in welchem Fall ein hybrides Modell die bessere Entscheidung für Sie sind.
Bei Full Managed IT übernimmt ein Managed Service Provider den laufenden IT-Betrieb umfassend. Bei Co-Managed IT bleibt die interne IT verantwortlich und gibt einzelne Aufgaben gezielt an einen Partner ab.
Ja. Entscheidend ist, welche Aufgaben intern bleiben sollen. Wenn das eigene IT-Team weiterhin Teile des Betriebs steuert oder übernimmt, ist häufig ein Co-Managed-Modell sinnvoll.
Wenn das interne Team ausreichend Vertretung, Security-Kompetenz und Zeit für Projekte hat. Auch dann kann es sinnvoll sein, einzelne Aufgaben abzugeben, etwa die Überwachung außerhalb der Arbeitszeiten.
Ja. Wenn sich Ihre Anforderungen verändern, kann das Betriebsmodell entsprechend angepasst werden, zum Beispiel bei Wachstum, neuen Strukturen oder Veränderungen im internen IT-Team.

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