{"id":51679,"date":"2021-11-12T21:00:00","date_gmt":"2021-11-12T20:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.accompio.com\/mit-der-technischen-entwicklung-schritt-halten-fuer-die-sicherheit-ihres-unternehmens\/"},"modified":"2026-03-10T12:24:30","modified_gmt":"2026-03-10T11:24:30","slug":"mit-der-technischen-entwicklung-schritt-halten-fuer-die-sicherheit-ihres-unternehmens","status":"publish","type":"news","link":"https:\/\/www.accompio.com\/de\/news\/mit-der-technischen-entwicklung-schritt-halten-fuer-die-sicherheit-ihres-unternehmens\/","title":{"rendered":"Mit der technischen Entwicklung Schritt halten \u2013 f\u00fcr die Sicherheit Ihres Unternehmens"},"content":{"rendered":"\n<strong>\u201eNever change a running system\u201c \u2013 was fr\u00fcher einmal als Leitspruch in der Unternehmens-IT galt, l\u00e4sst heute Technologie-Verantwortlichen die Haare zu Berge stehen. Dieser Ansatz ist n\u00e4mlich mit der fortschreitenden Digitalisierung und Globalisierung immer fataler geworden und ist heute vollkommen veraltet.<\/strong>\n\n<strong>Warum m\u00fcssen Betriebssysteme, Software &amp; Co. regelm\u00e4\u00dfig aktualisiert werden, wenn doch alles l\u00e4uft?<\/strong>\n\n<strong>Vor etwa f\u00fcnfzehn Jahren hie\u00df es in der IT tats\u00e4chlich noch: wenn es nicht kaputt ist oder Probleme macht, versuch es nicht zu reparieren oder umzukonfigurieren. Ist der Computer\/Server damals \u201egelaufen\u201c, sollte man blo\u00df nicht versuchen daran irgendetwas zu optimieren oder zu fixen, wenn es nicht unbedingt notwendig war. Bei den Anwendern bestand die Sorge, mehr kaputt zu machen als zu reparieren und die Arbeit dadurch nicht weiterf\u00fchren zu k\u00f6nnen oder gar etwas zu verlieren.<\/strong>\n\nHeute ist es genau andersherum: man muss die Systeme stetig anpassen und optimieren, damit es gar nicht erst zu einem Ernstfall kommen kann. Ganz gleich, ob es sich um das neue Windows 11 Betriebssystem von Microsoft oder um Apple bzw. Linux-Systeme handelt. Auch Anwendungssoftware wie Microsoft Office oder Adobe Acrobat ist hier nicht ausgenommen. W\u00e4hrend die von Mitarbeitern begangenen \u201eFehler\u201c bei damaligen \u201eOptimierungsversuchen\u201c von IT-Spezialisten schnell wieder behoben oder Ger\u00e4te ersetzt werden konnten, k\u00f6nnen heutige unbehandelte Probleme und Schwachstellen wie z.B. sogenannte \u201eZero-Day-L\u00fccken\u201c, f\u00fcr die es noch gar keine Updates gibt, zu viel l\u00e4ngeren Betriebsausf\u00e4llen und vor allem fataleren Sch\u00e4den wie dem Verlust s\u00e4mtlicher Unternehmensdaten f\u00fchren. Denn w\u00e4hrend Computer damals gr\u00f6\u00dftenteils noch geschlossene und voneinander unabh\u00e4ngige \u00d6kosysteme waren und sich in erster Linie nur auf die dort ausgef\u00fchrte Arbeit konzentrierten, kann sich Schadsoftware heute auch auf andere Endger\u00e4te und sogar im ganzen Unternehmensnetzwerk ausbreiten. Durch die weltweite sowie unternehmensinterne Vernetzung k\u00f6nnen Risiken also nicht nur von au\u00dfen, sondern auch unabsichtlich von innen ausgehen. In der heutigen Arbeitswelt sind in vielen Branchen zahlreiche Arbeitsbereiche und -mittel bereits weit digitalisiert. Die voranschreitende, digitale Entwicklung bringt zwar mehr M\u00f6glichkeiten, jedoch auch mehr Risiken mit sich.\n\nAuch die Gesetzeslage l\u00e4sst ein Verweilen auf einem alten, aber funktionierenden technischen Stand nicht zu. Die seit 2018 in Kraft getretene EU-DSGVO fordert in weiten Teilen, dass die Infrastruktur dem \u201eStand der Technik\u201c entsprechen muss. Aus einer IT-Sicht kann man davon ausgehen, dass der besagte Stand der Technik die jeweils aktuelle Version einer Software oder sicherheitsrelevanten Komponente ist.\n\nPraktisch t\u00e4glich liest man in der Presse von Cyberangriffen auf Unternehmen. Die Dunkelziffer d\u00fcrfte viel h\u00f6her sein. Gezielte Angriffe auf Unternehmen haben sich in den letzten Jahren zu einer lukrativen Industrie entwickelt. Angriffe werden von langer Hand geplant und nach der Ausnutzung von Sicherheitsl\u00fccken im Regelfall manuell durchgef\u00fchrt. Die Erpressungssummen sind betr\u00e4chtlich und belaufen sich oft auf ca. 10% des Jahresumsatzes eines angegriffenen Unternehmens. Dabei spielt die Branche keine Rolle. Industriebetriebe werden ebenso erpresst wie Beratungsfirmen, das Gesundheitswesen, und gemeinn\u00fctzige \/ kirchliche Organisationen.\n\nNeben den Erpressungssummen, Ausfallzeiten und Wiederherstellungskosten bringt ein solcher Angriff einen enormen Reputationsschaden und in den meisten F\u00e4llen auch einen meldepflichtigen Datenschutzvorfall mit sich.\n<strong>Was sind diese Risiken und was k\u00f6nnen Sie tun, um Ihr Unternehmen zu sch\u00fctzen?<\/strong>\nEs ist essenziell, proaktiv und nicht reaktiv zu handeln, wenn es um die Aktualisierung der Betriebssysteme im Unternehmen geht. Zweiteres bedeutet bei der heutigen Bedrohungslage in Bezug auf Ransomware und Datenabfluss im Grunde genommen, sich bewusst Cyberangriffen auszusetzen. Die Wahrscheinlichkeit, bei einem Ransomware-Angriff s\u00e4mtliche Unternehmensdaten unwiederbringlich zu verlieren, ist enorm hoch. Dabei kann es jedoch schon zu sp\u00e4t und die Sch\u00e4den zu gro\u00df sein, um diese zu beheben. Potenzielle Sicherheitsl\u00fccken in der Client- bzw. der Serverinfrastruktur m\u00fcssen fr\u00fchestm\u00f6glich erkannt und geschlossen werden, um das Risiko f\u00fcr Unternehmen einer erfolgreichen Cyber-Attacke zu minimieren. Hierf\u00fcr m\u00fcssen die Systeme gemonitort (d.h. fortlaufend im Auge behalten) und im Falle einer Auff\u00e4lligkeit interveniert werden. Im Folgenden werden m\u00f6gliche Risikofaktoren in der IT f\u00fcr Unternehmen und wie diese vermieden werden k\u00f6nnen, aufgezeigt.\n\n<h3>5 Tipps, um Risiken in der Unternehmens-IT zu vermeiden<\/h3>\n\n<strong>Administrative Rechte auf Clients<\/strong>\nWenn Benutzer \u2013 also Mitarbeiter \u2013 selbst jede Software auf ihren Computern, Smartphones und Tablets installieren k\u00f6nnen, kann sich Schadsoftware unbeabsichtigt und unbemerkt auf den Endger\u00e4ten installieren und gegebenenfalls verbreiten. Um die Vertrauensw\u00fcrdigkeit der Download-Quellen (\u00fcber die das Software-Update bezogen wird) sicherzustellen, ist eine Softwareinstallation durch einen IT-Experten dringend angeraten. Mitarbeiter eines Unternehmens, ganz gleich ob es sich dabei um ein IT-Unternehmen, ein Immobilienb\u00fcro oder ein Baugewerbe handelt, d\u00fcrfen keinesfalls an den ihnen zur Verf\u00fcgung gestellten Endger\u00e4ten die Berechtigung haben, selbstst\u00e4ndig Software-Aktualisierungen vorzunehmen. Daf\u00fcr sollte jedes Unternehmen einen IT-Experten in Form eines externen IT-Dienstleisters oder einer internen IT-Abteilung haben, der\/die zentral die Installation von Software-Updates auf Computern, Laptops und Smartphones steuert und verwaltet.\n\n<strong>Patch Management (System- und Applikationsupdates)<\/strong>\nDas Patch Management darf nat\u00fcrlich nicht fehlen \u2013 was es ist und warum es so wichtig ist, haben wir in unserem <u>Blogbeitrag \u201ePatchmanagement \u2013 IT-Schwachstellen erkennen und rechtzeitig beseitigen\u201c<\/u> thematisiert. Ohne das Patch Management entstehen gro\u00dfe Risiken, da Sicherheitsl\u00fccken gegebenenfalls lange ausgenutzt werden k\u00f6nnen. Diese Sicherheitsl\u00fccken sollten immer schnellstm\u00f6glich behoben werden, um von Dritten nicht ausgenutzt werden zu k\u00f6nnen. Gar nicht oder schlecht installierte Software-Aktualisierungen sind Angriffspunkte f\u00fcr Hacker, Computerviren und andere\u00a0Malware. Diese Schwachstellen in der IT werden ausgenutzt, um in IT-Strukturen einzudringen, Unternehmensdaten zu manipulieren oder auf vertrauliche Unternehmensdaten zuzugreifen. Dabei werden nicht nur einzelne Programme oder Endger\u00e4te, sondern ganze Betriebssysteme unter Beschuss genommen. Das Thema \u201eAktualit\u00e4t\u201c ist im Softwarebereich heute einer der wichtigsten S\u00e4ulen in einem IT-Sicherheitskonzept.\n\n<strong>Zentral verwaltete Firewall<\/strong>\nEine Firewall muss dem neusten Stand der Technik entsprechen und von IT-Experten zentral verwaltet werden, damit eine qualifizierte Reaktion auf Fehlermeldungen oder Alarme durch Angriffsversuche stattfinden kann. Um stetig auf dem neusten und sichersten Stand zu bleiben, m\u00fcssen hierf\u00fcr Updates fr\u00fchestm\u00f6glich installiert werden.\n\n<strong>Antivirus-System \/ Endpoint Detection &amp; Response<\/strong>\nAntivirus-Systeme und moderne, dynamisch auf Bedrohungen reagierende sog. \u201eEndpoint Detection &amp; Response\u201c-L\u00f6sungen m\u00fcssen automatisiert laufen. Oftmals m\u00fcssen Unternehmen ihre Meldungen manuell pr\u00fcfen \u2013 sicherheitstechnisch ist das ein Desaster, da ein ad\u00e4quates Handeln auf Bedrohungen nicht m\u00f6glich ist. Bis die Cyber-Attacke bemerkt wird, kann sich Schadsoftware n\u00e4mlich schon lang ausgebreitet haben. Doch nicht nur aus sicherheitstechnischer Sicht kann ein automatisierter Prozess Betriebe entlasten. Durch ein best\u00e4ndiges Management k\u00f6nnen sich Unternehmen auf ihr Kerngesch\u00e4ft konzentrieren und m\u00fcssen die \u00dcberwachung nicht im Hinterkopf behalten oder gar schwerwiegende Cyberangriffe f\u00fcrchten. Unser Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Felix Z\u00f6bisch meint jedoch: \u201eEin Antivirus System ist nur so gut, wie diejenigen, die dessen Meldungen auswerten und t\u00e4tig werden.\u201c Denn wenn die Fehlermeldungen des Antivirus-Systems nicht erkannt, falsch interpretiert oder falsch bearbeitet werden, bringt einem das beste System nichts. Hierf\u00fcr sind IT-Experten gefragt, die diese verstehen und beheben k\u00f6nnen.\n\n<strong>Backup und Business Continuity\n<\/strong>Neben der Notwendigkeit, \u00fcberhaupt ein Backup seiner IT-Systeme zu haben, ist es wichtig, dieses fortlaufend zu \u00fcberwachen, um im St\u00f6rungsfall umgehend reagieren zu k\u00f6nnen. Auch hier k\u00f6nnen Sch\u00e4den entstehen oder \u2013 wenn sie bereits entstanden sind \u2013 nicht mehr repariert werden, sollte der Prozess vom Fehlerfund bis zur -behebung zu lange dauern. Zudem ist es Stand heute zwingend erforderlich, Backup-Kopien an mindestens einem Ort extern und ohne Durchgriffsm\u00f6glichkeit abzulegen. Nur so kann im Falle eines Angriffs oder Elementarschadens eine Wiederherstellung erfolgreich sein. Dies ist im \u00dcbrigen auch eine Notwendigkeit in Bezug auf die EU-DSGVO und GOBD.\n\nEine Backup- und Business Continuity-L\u00f6sung f\u00fcr Unternehmen ist das Offsite-Backup in einem Rechenzentrum (zentrale <a href=\"\/managed-services\"><u>Backup\u00fcberwachung<\/u><\/a>). Dabei muss ein Durchgriff in den \u201eBackup-Tresor\u201c vom Unternehmen aus ausgeschlossen sein. Eindringlinge k\u00f6nnten sonst vom Unternehmensnetzwerk in die Backup-Struktur gelangen \u2013 die Verwendung eines Backups w\u00e4re somit sinnlos. Weiterhin sollten unterschiedliche St\u00e4nde der Backups im Rahmen der Aufbewahrungspflichten des Unternehmens zur\u00fcckbehalten werden. Essenziell ist auch die Fragestellung, wie lange aus einem Backup eine Wiederherstellung eines fehlerfreien Produktivsystems dauert. Dies kann mit entsprechenden Business-Continuity-L\u00f6sungen zur Sicherstellung eines schnellen Weiterarbeitens umgesetzt werden. Wenn Sie wissen m\u00f6chten, was Business Continuity ist und welche L\u00f6sungen diese mit sich bringt, lesen Sie unseren <u>Blogbeitrag \u201eBCDR: Business Continuity &amp; Desaster Recovery \u2013 die L\u00f6sung f\u00fcr den Ernstfall\u201c<\/u>.\n\n\u201eBackup\u201c ist somit weitaus mehr als nur eine Datenkopie \u2013 es handelt sich heute um ein ganzheitliches Sicherheitskonzept, das in der Notfallplanung eines Unternehmens ganz weit oben stehen muss.\n<div class=\"subheading-copy\"><span class=\"colored-orange\"><strong>Business Continuity \u2013 essenziell f\u00fcr die Unternehmenssicherheit<\/strong><\/span><\/div>\nEine wichtige Vokabel im Zusammenhang mit der voranschreitenden Digitalisierung und Globalisierung der IT-Welt f\u00fcr Unternehmen ist \u201eBusiness Continuity\u201c. Systeme m\u00fcssen st\u00e4ndig \u00fcberwacht, auf dem neusten Stand gehalten und abgesichert werden \u2013 und das bestenfalls automatisiert (24\/7). Um abschlie\u00dfend noch einmal kurz und b\u00fcndig auf die Frage der ersten Absatz\u00fcberschrift einzugehen: das Ziel der modernen IT ist es nicht mehr, dass \u201eaktuell alles passt\u201c, sondern dass es das fortlaufend tut und auf Ver\u00e4nderungen schnell reagiert wird.\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201eNever change a running system\u201c \u2013 was fr\u00fcher einmal als Leitspruch in der Unternehmens-IT galt, l\u00e4sst heute Technologie-Verantwortlichen die Haare zu Berge stehen. Dieser Ansatz ist n\u00e4mlich mit der fortschreitenden Digitalisierung und Globalisierung immer fataler geworden und ist heute vollkommen veraltet. Warum m\u00fcssen Betriebssysteme, Software &amp; Co. regelm\u00e4\u00dfig aktualisiert werden, wenn doch alles l\u00e4uft? 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